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Der Pordoi Pass und die
Entwicklung des Tourismus in den Dolomiten
Die Entwicklung der Turismusökonomie am Pordoi
verdanken wir der Ausdauer und dem Erfindungsgeist einer außergewöhnlichen Frau,
Maria Piaz, der Mutter des Pordoi. Diese Frau, Mutter von 6
Kindern, hat ihr ganzes Leben dem Pordoi gewidmet.
1902
hat Maria einen Unterstand gemietet um Assistenz anzubieten: den
Touristen, Händlern, Reisenden, Pilgern und den Bauern, die
über den Pordoi-Pass reisten, um das Fassatal, Livinallongo, das Grödnertal
oder das Abteital zu erreichen. Im Herbst desselben Jahres
kaufte sie diese Konstruktion und in diesem Moment begann eine
Serie von Investitionen, welche, dank der Eröffnung
der Großen Dolomitenstrasse im Jahre 1905, zu einer
schrittweisen Entwicklung des Tourismus am Pordoi-Pass führte,
heute in jedem Jahr von Millionen Besuchern frequentiert. Die derzeitigen
Hotels Col di Lana, Pordoi, Savoia und Maria sind alle Werke
dieser nie müde werdenden Frau.
Während des Ersten
Weltkrieges 1914-18 ist der Pordoi-Pass, an der Grenze
zwischen dem Österreichisch-Ungarischen Reich und dem
Königreich Italien gelegen, Kriegsgebiet geworden und alle
Lokale sind für militärische Zwecke beschlagnahmt worden. Bei
Kriegsende waren alle Strukturen natürlich Ruinen und es
brauchte erneut Jahre aufopfernder Arbeit, um die ökonomischen
Aktivitäten des Pordoi-Passes zu beleben.
Maria Piaz, zusammen mit
ihrem Sohn Francesco, begann 1962 mit dem Bau der
spektakulären Seilbahn zum Sass Pordoi, eine der ersten
Seilbahnen in den Dolomiten, die zur Terrasse der Dolomiten
führt, von wo aus heute Touristen aus aller Welt die
Möglichkeit haben, die fantastischen Naturschönheiten der
Dolomiten zu bewundern. Die Mutter des Pordoi starb 1971 im
Alter von 94 Jahren.
Die Große
Dolomitenstraße
Die Dolomitenstraße ist zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut worden um
die Entwicklung des Tourismus zu fördern und um der
Welt die Naturschönheiten der Dolomiten zu zeigen; schon seit Beginn
des Jahrhunderts im Mittelpunkt der internationalen
Aufmerksamkeit.
Mit
einem Gesetz der Provinz des damaligen Dieta del Tirolo
wurde der Bau der Dolomitenstraße beschlossen mit Beginn in
Trient und Ankunft in Toblach und einem Verlauf über den
Pordoi-Pass, Arabba, Campolongo-Pass und Cortina. Die Arbeiten wurden im Mai
1901 begonnen und der Abschnitt Fassatal Livinallongo im Herbst
1905 eingeweiht. An der Konstruktion der Straße
arbeiteten 2.500 Arbeiter bei einem Durchschnittslohn von 3 Kronen pro
Tag. Die Gesamtkosten des Straßenbaues beliefen sich auf 1.115.400
damalige Kronen.
Am Pordoi-Pass, der höchsten Stelle der Straße mit seinen 2.239
m, ist noch heute der Gedenkstein mit
den technischen Daten der Straße sichtbar, der 1905 errichtet wurde.

Zwischen Canazei und Arabba
zählt die Straße 61 Spitzkehren, 28 Richtung Canazei und 33 auf
der Seite von Arabba und sie entwickelt sich wie eine große
Serpentine, auf deren Rampen heute Millionen Touristen aus aller Welt
vorbeifahren.
Die Seilbahn
Die erste Seilbahn ist
Anfang der 60er Jahre erbaut und Ostern 1962 eingeweiht worden.
Auch diese Mal entsprang die Idee für die Konstruktion
dieses Werkes dem sprudelnden Geiste Maria Piaz, der Mutter des
Pordoi.
Das Originalprojekt sah den
Bau eines Sesselliftes vor, aber diese Art von Anlage wurde
verworfen, da mit der Lage der Bergstation in der
Pordoi-Scharte die Gefahr, daß die Sessel bei starkem Winde
gegen den Fels schlugen, zu groß war. Es handelte sich ein
weiteres Mal, wie viele andere Initiativen Marias, um eine
Pionierleistung, da die Pordoibahn eine der ersten in den
Dolomiten war.
Die Seilbahn ist 1994/95
vollständig in seiner Struktur und der Mechanik modernisiert
worden. Die beiden Kabinen haben heute ein Fassungsvermögen
von 65 Personen und in nur 4 Minuten erreichen sie die 2.950 m
des Sass Pordoi.
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